Wortlaut der Freitagspredigt vom 10.02.2017 (Bruder Adnan Nakdali)

Liebe Geschwister,

Ist es denn nicht so, dass wir alle nach Freunde verlangen, die Glücksgefühle jagen?

Arm, reich, Gelehrter oder Student, alle sind sie auf der Suche.

Das Bedürfnis nach Glück ist in jedem von uns verwurzelt. Es ist kaum vorstellbar, dass wir jemanden finden der sich nach Unglück sehnt.

Die Herausforderung liegt jedoch im Verständnis von Glück und Freude und der Suche danach. Jemand der nach Perlen in der Wüste sucht, der wird lange suchen und das Ziel bleibt ungewiss. So ist es auch mit der Freude.

Wenn man nach ihr sucht an Orten, an denen sie nicht zu finden ist, wird man weiter nach Erfüllung dürsten.

Wenn wir über die Glück sprechen, dann meinen wir die wahre Freude.

Diese findet sich nicht in Reichtum oder in Macht, noch stillen Wissen und Nachkommen den Durst.- Natürlich muss man sich eingestehen, dass Reichtum uns Menschen erfreut und ihn zu einem gewissen Teil befriedigt. Selbst der Gesandte Allahs hat dies erwähnt, jedoch hat er uns auf die Vergänglichkeit dieser Freuden hingewiesen.

So ist der Durst des Menschen nach Glück kurz gestillt, doch er wird wiederkehren.

Wortlaut der Freitagspredigt vom 03.02.2017 (Bruder Adnan Nakdali)

Alles Lob gehört Allah dem Erhabenen. Allahs Segen und Frieden seien auf Seinen Propheten Muhammad, seinen Gefährten und seiner Sippe.

Verehrte Brüder und Schwestern,

in der vergangenen Khutba haben wir angefangen über die Methoden des Korans in der Erziehung des Menschen zu sprechen.

Dabei haben wir zwei dieser Methoden genannt:

Die erste war, dass der Islam dem Menschen von Anfang an vermittelte, dass jeder Mensch eine Würde hat. Das in der arabischen Gesellschaft weit verbreitete Verständnis der Klassengesellschaft hat der Koran abgeschafft mit den Worten: ((Und Wir haben ja die Kinder Adams geehrt;…)) (17:70) und ((Wir haben den Menschen ja in schönster Gestaltung erschaffen, (4))) (95:4)

Vorbei war Bevorzugung der Rassen und Klassen. Von nun an sollten alle Menschen gleich sein. Das einzige was sie unterscheidet ist ihre Gottesfurcht. Und auf die hat nur Allah Einsicht. Deshalb waren auch die ersten Anhänger des Islams die Armen und Benachteiligten. Da sie erkannten, dass diese Religion sie ehrt und ihnen ihren Platz in der Gesellschaft gibt.

Aber nicht jeder von den Armen und Unterdrückten haben dies erkannt. Es gab auch unter diesen Menschen Leute, die es bevorzugt haben in der Unterdrückung zu bleiben, als sich mit dem Islam zu befreien. Weil sie dachten, dass Freiheit und Ehre materielles Gut sind.

Erlaubt mir euch zwei gegensätzliche Beispiele zu nennen:

Mitteilung zum Terroranschlag in Quebec / Kanada

Entsetzen, Trauer und Zorn haben unsere Herzen mit der Nachricht über den terroristischen Anschlag auf Muslime mit sechs Todesopfern in der Quebec City Moschee in Kanada erfüllt.

Möge Allah, der Gnadenreiche, die Opfer in seiner Barmherzigkeit aufnehmen und ihnen den ewigen Frieden schenken.

Unsere Gebete und unser tiefes Mitgefühl sind mit den Angehörigen der Opfer und den Muslimen in Quebec.

Mögen sie standhaft bleiben, der Gewalt und dem Terror mit Frieden und Liebe zu antworten.

Der Terror, der Menschen aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit, verfolgt, verletzt und ermordet.

Der nicht einmal vor dem Mord in den Räumen der Andacht und des Gottesdienstes zurückschreckt. Es kann und darf nicht sein, daß Menschen aufgrund ihres Glaubens, gleich welchem, das Leben genommen wird.

Der Anschlag auf friedlich betende Muslime zeigt uns auch abermals, wohin Hetze, Populismus und Haß führen können.

Mit unseren Geschwistern weltweit werden wir nach dem Zusammenhalt unserer Gesellschaften streben und allen Mitmenschen, die die Werte der Menschlichkeit und Gerechtigkeit hochhalten,  zur Seite stehen.

Muslime wurden Opfer des Terrors, sie werden nicht mit diesem antworten.

Aachen, den 31.01.2017

Das Monatsseminar im Januar

Liebe Geschwister und Freunde,
Assalamu aleikum warahmatullah wabarakatuh.

Nach dem erfolgreichen Start unserer Seminarreihe „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ im Rahmen der deutschsprachigen Nadwa im Mai 2016 möchten wir Euch ganz herzlich zur zweiten Veranstaltung dieser Reihe am Samstag, den 28. Januar von 17.30 bis 20.00 Uhr (eBike Probefahrt schon ab 16:00 vor der Moschee) in die Bilal-Moschee einladen.

Während wir uns im ersten Seminar mit dem Thema Konsum, Nachhaltigkeit und Umweltverständnis im Islam“ auseinandergesetzt haben, möchten wir uns im zweiten Seminar dem folgenden Thema widmen:

Umweltschutz beginnt im Kopf
Gewohnheiten ändern – nachhaltig leben

Neben dem Kennenlernen und gemeinsamen Austausch wird es im Rahmen des Seminars zahlreiche Tipps und Anregungen geben, wie man inschallah im Alltag auch mit kleinen Schritten ein umweltbewusster Mensch werden kann.
Darüber hinaus erwarten Euch folgende Aktionen:

  • Jute-Aktion: Plastiktüten-Tauschaktion
    • Wer an diesem Tag 5 feste Plastiktüten mitbringt, erhält dafür einen biozertifizierten Baumwollbeutel
  • e-bike-Aktion: Probefahrt mit einem e-bike – dem Verkehrsmittel der Zukunft

Wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen.

Das IZA Seminare-Team